Vakuumseitige Flanschverbindung

 

Vakuumsysteme in Einrichtungen der Forschung und der Industrie (z.B. im Apparate- und Anlagenbau, im UHV-Bereich sowie in der Mess- und Kältetechnik) müssen das angestrebte Vakuum dauerhaft und möglichst aufwandsarm aufrechterhalten können. Gleichzeitig werden derartige Systeme aber meist in Kombination mit Messeinrichtungen, Kühlmedien etc. betrieben und müssen für Wartungen, Tests oder Modifikationen einfach zugänglich sein.

Vakuumsystem mit neuer Flanschverbindung

Innenansicht Vakuumsystem mit neuer Flanschverbindung

 

Problemstellung

Insbesondere Bauteile mit problematischen bzw. komplexen Rohrverbindungen können am Übergang zum Vakuum zu Fehlerquellen bei der Aufrechterhaltung des erwünschten Vakuums führen.

Innovation

Durch die Entwicklung einer neuartigen Flanschverschraubung innerhalb der Schneidkante wird diese Fehlerquelle ausgeschaltet.
Hierzu wird der Festflansch am Rezipienten am eigenen Umfang angeschweißt, während der vakuumseitig angeordnete, bewegliche Flansch von außen durch Sackgewindebohrungen festgezogen werden kann.

Vorteile

  • Vermeidung von Rohrverbindungen
  • Minimierung von möglichen Leckstellen
  • Komplette Montage von komplexen Bauteilen außerhalb des Recipienten
  • Bauteiltest ohne Demontage
  • Isolierte Rohr- und Stromdurchführung
  • Verwendung von Standard-Dichtungen
  • Für viele Medien und Leitungen geeignet

Entwicklungsstand

Vakuumseitige Flanschverbindungen sind am HERMES-Experiment und in der Spiegelkammer von FLASH bereits seit mehreren Jahren unter verschiedenen Bedingungen erfolgreich im Einsatz.